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Not talking about a revolution.

Wir reden nicht über Revolution.
Wie auch?
Es gibt doch kein Außen mehr.
Wir rauchen zu viel und sitzen hinter unseren Radlern.
Sitzen und reden. Sitzen und denken.
An die Welt, Moral und Vernunft - und dass das alles totaler Bullshit ist. Ist total sinnlos und deshalb so schön.
Wir diskutieren. Zu viel, zu laut, wir lachen. Vielleicht zu wenig, aber viel mehr als alle um uns herum, die uns wahrscheinlich für durchgeknallte Idioten halten.
Wir genießen die Zeit, wie sie gerade nicht existiert, während wir denken, reden, lachen, uns empören. Uns selbst genügen.
Und dabei die Welt im Kopf haben, die Liebe zur Weisheit in Gedanken und die Unterschiede auf den Lippen.
Und das Wissen um die Illusion dieser unserer Welt und dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Was soll uns denn da noch schocken?
Jeder hat seine Sparte, alle kommen unter, sind eingeordnet, vielleicht mehr Objekt als Subjekt, aber mein Gott, darum geht es uns nun wirklich nicht.
Wie wir da sitzen, Zeit verstreichen lassen ohne das Außen, ohne uns um die anderen zu kümmern, die so unfrei sind und uns deshalb für bekloppt erklären. Weil sie gar nicht so denken können wie wir. Natürlich sind wir außen vor mit dem Wissen darum.
Aber das interessiert uns nicht.
Es ist so scheissegal, was die anderen jetzt sind.
Wir müssen die Welt auch nicht analyiseren, auch wenn wirs manchmal versuchen. Wir müssen die Liebe gar nicht erklären, auch wenn wir sie vielleicht gern verdoppeln wollen, vielleicht gern außen vor lassen wollen.
Spielt es eine Rolle? Ja klar. Natürlich kommt es auf den Inhalt an, aber wie genießen doch auch besonders diese Form.
So abseits von Funktion.
Oh nein, wir reden nicht über Revolution. Wir reden über das Leben. Wie es wirklich sein sollte. Es braucht kein Außen mehr.
Und wir sind drin und leben. Die anderen schauen neidisch und verständnislos zu.
21.6.11 21:09
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Michel Landau / Website (23.6.11 01:32)
Wieso musste ich gerade bei dem Text an >>Machts gut und danke für den Fisch<< von Douglas Adams denken? Da wurde ein verrückter beschrieben, der sein Haus umgedreht aufgebaut hat. Aussen Tapeten und Möbiliar und Innen Laternen, Klinkerwände und Parkbank um den Wahnsinn der Welt aussen zu halten. So kann er ausserhalb, innerhalb, ausserhalb sitzen. Ich finde die Idee heute noch Genial von Adams.


Michel Landau / Website (23.6.11 01:42)
"Und wir sind drin und leben. Die anderen schauen neidisch und verständnislos zu. " Dich darf man doch in einem Kommi auf deiner Page rezitieren oder?

"Wir leben ihn, die sehen den Film." - Das Zitat stammt aus dem Stück Zeitgenössische Musik Wieder und Wieder von Prinz Pi

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