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Erinnerung an die Wolke

Weisse Wolken.
Ungeheuer oben.
So, wie sie immer sind.
Weit weg von mir.
Und doch das einzige, woran ich mich erinnere,
wenn man mich fragt, was mit der Liebe sei.

Doch gewiss, ich weiss schon, was du meinst.
Aber ich erinnere mich nicht.
Nicht an die Liebe. Nur an die Wolken.
Wie sie vorbei ziehen, kommen und gehen.
Im endlos blauen Himmel, der der Hintergrund von allem ist.
Das Ende von allem, ohne den man die Wolken nicht denken kann.
Aber wo führt einen das hin?
Außerhalb von Gestalttheorie und dem angeblich tollsten Liebesgedicht, dass eigentlich nur die Erinnerung an die Wolke ist,
nicht an die Marie A.

Aber immerhin wird ihr Name noch genannt.
Ich weiss keine Namen, ich sehe die Wolken. Immernoch so oben.
Vor einem blauen Himmel.
Wolken hinter der Geräuschkulisse der Stadt, nicht im September, ohne Liebe in den Armen.
Aber das ist gar nicht dramatisch. Es ist, was es ist. Nicht?
Oder was es nicht ist.

Die Wolke, weiss und oben.
Nicht mehr da.
Mehr weiss ich nicht.
Die Zeiten ändern sich
und Erinnerung verblasst.
Den Kuss aus der Nacht, ich hätte ihn vergessen.
Aber erinnere mich. An die Illusion.
Und weisse Wolken, die zu weit oben sind.
Zu weit oben, als dass sie mir meine Vernunft vernebeln könnten
und mich alles andere vergessen lassen könnten.
So, dass ich nicht mehr weiss, was du meinst, wenn du fragst,
sondern fühle.

Und die Erinnerung... ist vielleicht auch nicht so wichtig.
Kann ruhig verblassen.
Platz schaffen, für weisse Wolken.
Nicht mehr ganz so oben, sondern greifbar nah.
Das wusste bestimmt auch Brecht.
20.5.11 12:04
 


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