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Wäre wenn

"Worüber man nicht reden kann, darüber muss man schweigen." sagte einst Wittgenstein.
"Was möglich wäre, ist nicht möglich." sagt Adorno.
Und zumindest Adorno hat recht. Hat sowieso immer Recht.
Der schöne Konjunktiv.
Hätte und wäre und wenn und falls.
Aber es ist nicht und es wird nicht.
Wie wir es gerne hätten, wie es vielleicht sein sollte. Denn das ist nicht wahr.
Es ist Fiktion, eine schöne Illusion, ein bisschen Glitzer im Immergleichen.
Etwas, dass wir uns einreden können, bis es so real erscheint.
Schein. Ideologie. Was wärest du ohne sie?

Konjunktiv, du bringst mich nicht voran.
Aber zwischenzeitlich mag ich dich ganz gern. Wenn du Platz für meine Illusionen schaffst, Platz für ein Lächeln in diesem grauen Alltag, dieser permanenten Wiederholung.
Also was wäre wenn?
Wenn die bessere Welt mehr als möglich ist? Wenn sie so greifbar nah ist, dass man die Berührung beinahe fühlt. Fühlen könnte, denn sie ist nicht. Nein.
Sie wird nicht.
Besser, neu, aufregend, romantisch gar.
Bullshit!
Es bleibt der gleiche triste Alltag... Der Schein verpackt ihn in Feenstaub und bläst ein bisschen Gold durch die Luft, aber eigentlich wirbelt er nur Staub auf.
Und doch...manchmal, nur manchmal, brauche auch ich diesen Goldstaub, will ihn, will, dass er mich einhüllt.
Denn nur zu diesem Augenblick hin würd ich sagen:
Verweile doch, du bist so schön!
18.4.11 02:20
 


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